Blick ins Knie: Die Arthroskopie

Gewissenhaft und vorsichtig setzt Prof. Dr. med. Voggenreiter nun zwei kleine Schnitte rechts und links vom Knie, die eher wie zwei kleine Einstiche wirken. Dieses sogenannte Schlüsselloch-Verfahren ist nahezu unblutig und sehr schonend. Das Arthroskop, d. h. die Kamera mit der angeschlossenen Saug- und Spülvorrichtung, wird nun vorsichtig in den einen, die Operationsinstrumente wenig später in den anderen Einschnitt eingeführt.
Mit Hilfe dieser winzigen Spezialkamera verschafft sich der Chefarzt des Orthopädisch-Traumatologischen Zentrums einen Überblick über den Zustand des linken Knies der Patientin. 
Mit der Kamera navigiert der Chirurg durch das gesamte Kniegelenk, das je nach Bedarf mal tiefer, mal höher gehalten oder zur Seite gedreht werden kann. Auch der OP-Tisch wird je nach Bedarf weiter nach oben oder unten verstellt. Er verfolgt seine Bewegungen mit der Kamera und den Instrumenten auf einem Monitor. Der Blick ins Knie liefert kreisförmige, grau-beige Bilder, auf denen man das Gewebe sowie die Instrumente gut erkennen kann. Sorgfältig wird das gesamte Kniegelenk inspiziert und beurteilt. So können eventuelle Schäden am Knie, beispielsweise am Meniskus, direkt diagnostiziert und behandelt werden. Zum Einsatz kommen Millimeter-kleine Instrumente wie Scheren und Messer, die der Operateur durch die langen Stäbe bedient.
Nach Ende der Operation erwacht Frau V. langsam noch im OP-Saal. Ihr linkes Bein wurde mittlerweile vorsichtig verbunden. Von der Knie-Arthroskopie bleiben nur zwei Bilder, die nun aus dem Drucker am Monitor kommen und vom OP-Personal zu den Unterlagen gelegt werden. Sie spürt die Folgen der Operation am Knie kaum, sie ist nur müde.

