Kann man Darmkrebs verhindern?
Seit 2002 gibt es in Deutschland ein einmaliges Vorsorgeprogramm zur Früherkennung und Verhinderung des Darmkrebses. Neben einer Beratung zur Darmkrebsfrüherkennung haben alle Versicherten zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr einen Anspruch auf eine jährliche Untersuchung ihres Stuhlganges auf nicht sichtbares Blut (occultes Blut). Mit 55 hat jeder Versicherte die Möglichkeit eine Vorsorgedarmspiegelung in Anspruch zu nehmen, die nach weiteren 10 Jahren wiederholt werden kann. Das Ziel dieser Untersuchungen ist es, den Dickdarmkrebs in einem frühen Stadium zu entdecken, und damit eine wesentlich bessere Heilungschance zu ermöglichen. Darüber hinaus ist mit der Früherkennungskoloskopie auch die Entdeckung von Polypen möglich. Polypen sind gutartige Dickdarmgeschwülste, die wachsen und schließlich auch in ein Dickdarmkarzinom entarten können. Da 90 bis 92 Prozent aller Dickdarmkarzinome über Polypen entstehen, bedeutet die Entdeckung und Entfernung eines Dickdarmpolypen im Rahmen der Früherkennungskoloskopie die Möglichkeit, den Dickdarmkrebs zu verhindern.
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