Herzschrittmacher
Ein künstlicher Herzschrittmacher dient in der » Kardiologie als elektronischer Impulsgenerator, dessen Impulse zur Elektrostimulation des Herzens verwendet werden.
Die Kardiologie unterscheidet vier Arten eines Herzschrittmachers:
- transthorakal: das heißt über Plattenelektroden auf der Haut werden elektronische Impulse abgegeben, die hauptsächlich in der Notfallmedizin aufgrund der sehr schmerzhaften Wirkung eingesetzt werden
- transösophageal: das heißt über eine auf Herzhöhe platzierte Elektrodenspitze werden elektronische Impulse abgegeben
- transvenös endokardial: das heißt über einen durch die Haut hindurch platzierten Elektrodenkatheter werden elektronische Impulse abgegeben, dabei ist eine Stimulation bis zu zwei Wochen möglich
- epikardial: das heißt durch platzierte Elektrodendrähte werden elektronische Impulse abgegeben
In Bezug auf die Impulssteuerung eines Herzschrittmachers unterscheidet man vorhofgesteuerte und kammergesteuerte Herzschrittmacher. Bei den kammergesteuerten Herzschrittmachern erfolgt die Impulssteuerung durch das interne Kammer-EKG, das über die intrakardiale Reizelektrode während der Reizpause an den Impulsgenerator weitergeleitet wird. Der vorhofgesteuerte Herzschrittmacher steuert die Impulsfolge mit einer eigens im Vorhof implantierten Detektorelektrode. Zweikammerschrittmacher können nach Bedarf sowohl im Vorhof wie in der Kammer Erregungen ableiten als auch stimulieren. Bei den Rate-response-Schrittmachern wird die Impulsrate abhängig von Parametern körperlicher Aktivität, die in der Regel herzunabhängig sind (z. B. Muskelbewegung, Lungenfunktionsparameter, Sauerstoff-Sättigung), gesteuert.



