Interferenz
Interferenz bedeutet übersetzt so viel wie gegenseitige Beeinflussung.
In der Allgemeinmedizin lässt sich der Begriff der Interferenz in verschiedenen Zusammenhängen finden. Darunter unter anderem in der Virologie (= die Lehre von den Viren), der Pharmazie (= Lehre und Forschung von Arzneimitteln) und in der » Physikalischen Therapie.
In der Physik wird unter Interferenz die Erscheinung verstanden, die bei Überlagerung von unterschiedlicher Stromwellen auftreten, z. B. Verstärkung, Schwächung oder Aufhebung. Dieses physikalische Merkmal wird in der Physikalischen Therapie in der Interferenzstromtherapie ausgenutzt. Die Interferenzstromtherapie ist ein Verfahren der » Elektrotherapie, bei dem sich kreuzende Wechselströme mit nur geringem Frequenzunterschied (z. B. 3900 u. 4000 Hz) im Körper überlagern. Dadurch wird bei geringer Hautbelastung die Stromintensität im Körper erhöht. Angewendet wird die Interferenzstromtherapie insbesonders bei Durchblutungsstörungen, Myalgie (= zerstreuter oder lokalisierter Muskelschmerz) und Wirbelsäulenerkrankungen.



