Magenkarzinom
= Magenkrebs
Das Vorkommen des Magenkarzinoms ist in den letzten 50 Jahren in den westlichen Ländern insgesamt rückläufig. Die Lokalisation des Magenkrebses hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich verändert. Es ist eine Zunahme der Karzinome im Bereich des Mageneinganges und am Übergang zur Speiseröhre zu verzeichnen. Der Mediziner bezeichnet dies als "Höherwandern des Magenkrebses".
Symptomatik
Typische Symptome für ein Magenkarzinom gibt es nicht. Bei unklaren Oberbauchbeschwerden, die länger als 14 Tage anhalten, wird eine » endoskopische Untersuchung mit eventueller Biopsieentnahme empfohlen. Bei chronischen Erkrankungen oder nicht abheilenden Magengeschwüren wird diese Untersuchung in regelmäßigen Abständen auch ohne Beschwerden empfohlen.
Diagnose
Ist die Diagnose Magenkarzinom durch eine Gewebeprobe gesichert, sollten vor einer Operation eine » Ultraschalluntersuchung mit einem Schallkopf am Gastroskop (= Endosonographie) und eine Computertomographie durchgeführt werden. Unter Umständen ist auch eine » Laparoskopie als erster operativer Schritt angezeigt, um fortgeschrittene Tumorstadien herauszufinden, die erst nach vorausgegangener » Chemotherapie und Bestrahlung radikal operiert werden können.
Therapie
Die Therapie des Magenkarzinoms richtet sich nach dem Ort des Tumorsitzes im Magen, dem Tumorstadium und dem Typ des Magenkrebses.
Bei einem Magenkrebs im unteren Magendrittel vom sogenannten intestinalen Typ genügt eine subtotale Magenresektion mit Entfernung der Lymphknoten und des großen Netzes. Dies ist möglich, weil diese Krebsform ortständig wächst, unabhängig davon kann sie natürlich in Lymphknoten und auf dem Blutwege streuen.
Beim zweiten Krebstyp, dem diffusen Typ ist ein solches Vorgehen nur bei frühen Tumorstadien möglich. Dieser Typ wächst oft nicht nur an einem Ort, sondern bildet zum Teil in einigen Zentimetern Entfernung vom ursprünglichen Entstehungsort im Magen weitere Krebsnester. Deshalb ist bei diesem Tumortyp oft eine vollständige Entfernung des Magens mit den Lymphknoten und dem großen Netz notwendig. Aus dem Dünndarm wird dann ein Ersatzmagen gebildet.
Sitzt der Tumor am Übergang zur Speiseröhre, muss man zusätzlich den unteren Anteil der Speiseröhre mit entfernen.
Kliniken/Stationen
- Eichstätt – Medizinische Klinik I
- Kösching – Chirurgische Klinik I
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- Eichstätt – Onkologie
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