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Bauchspeicheldrüsenkrebs

= Pankreaskarzinom

Der Krebs der Bauchspeicheldrüse ist nach dem Dick- oder Mastdarmkrebs und dem Magenkarzinom der dritthäufigste bösartige Tumor des Magen-Darm-Trakts. Eine Frühdiagnose ist nur selten möglich, so dass es von allen bösartigen Tumoren des Verdauungstraktes die ungünstigste Prognose hat. Gewichtsverlust, Übelkeit, Schmerzen und Gelbsucht sind meist Spätsymptome der Erkrankung.

Die Bauchspeicheldrüse produziert einerseits Verdauungssäfte mit wichtigen Enzymen, die verschiedene Nahrungsbestandteile im Darm aufspalten können, darüber hinaus ist sie ein Hauptlieferant überlebenswichtiger Hormone wie Insulin und Glukagon, die miteinander die Blutzuckerkonzentration im Körper regeln. Durch ein Karzinom kann es zum Ausfall oder zur Beeinträchtigung der Bauchspeicheldrüsenfunktion kommen.

Diagnostik

Die Diagnostik beinhaltet Laboruntersuchungen, » Sonographie und Computertomographie sowie die » ERCP und die Endosonographie (= Ultraschall mit Hilfe des Gastroskopes). Darüber hinaus sind die Angiographie (= Gefäßdarstellung) und die Feinnadelbiopsie (= Entnahme einer Gewebeprobe) erfolgversprechende Maßnahmen, um zu einer endgültigen Diagnose zu gelangen.

Therapie

Nur etwa 5 - 20 % der festgestellten Bauchspeicheldrüsenkrebse können ohne Belassen von Tumorresten im Gesunden entfernt werden. Befindet sich der Tumor im Kopf der Bauchspeicheldrüse wird die sogenannte Whipple'sche Operation als Standardverfahren durchgeführt. Dabei muss neben dem Kopf der Bauchspeicheldrüse der Zwölffingerdarm, die Gallenblase, ein Teil des Hauptgallenganges und eventuell ein Teil des Magens entfernt werden. Befindet sich der Tumor im Körper oder im Schwanz der Bauchspeicheldrüse, wird der linke Teil der Bauchspeicheldrüse mit der Milz entfernt.

Häufig zeigt sich erst während der Operation, dass die Geschwulst nicht im Gesunden entfernt werden kann. Dann sind symptomlindernde Maßnahmen durchzuführen wie Umleitungsoperationen, um die Ernährung oder den Abfluss der Galle zu gewährleisten.

Ist die operative Entfernung des Tumors nicht möglich, kann durch eine » Strahlenbehandlung und » Chemotherapie oder die Kombination von beiden versucht werden, das Fortschreiten des Tumors aufzuhalten.

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