Ansprechpartner

Wechselendoprothetik

Die Wechselendoprothetik bezeichnet den Austausch einer » Endoprothese. Im Durchschnitt müssen 5 - 10 % aller Knieendoprothesen nach 10 - 15 Jahren gewechselt werden. Ursachen dafür können beispielsweise die Infektion der Prothese, eine Instabilität, eine Lockerung, ein Knochenbruch oder ein Implantatbruch sein.

Bevor ein operativer Wechsel des künstlichen Kniegelenkes durchgeführt werden kann, muss eine ausführliche Diagnostik erfolgen. Dazu gehören neben der klinischen Untersuchung, die » Röntgendiagnostik und die Punktion des Kniegelenkes. Bei einer infizierten Knie-TEP kann man in der mikrobiologischen Untersuchung Bakterien nachweisen, die das Beschwerdebild erklären können. Bei der klinischen Untersuchung kann man eine Instabilität des Gelenkes feststellen. Im Röntgen kann eine Fehlstellung oder eine Lockerung der Endoprothese gesehen werden. 

Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Operationsverfahren:

  • den einzeitigen Wechsel (= eine Operation) 
  • den zweizeitigen Wechsel (= zwei Operationen)

Bereits am zweiten Tag nach der Operation wird der Patient mit Hilfe eines Physiotherapeuten mobilisiert. Begleitend zum Erlernen des richtigen Ganges und zum Muskelaufbau erhält der Patient Hinweise zum richtigen Alltagsverhalten mit der neuen Prothese, häufig kommt die Motorschiene in den ersten Tagen zum Einsatz, um frühzeitig ein gutes Bewegungsausmaß zu erreichen. Nach dem stationären Aufenthalt erfolgt eine ambulante oder stationäre Anschlussheilbehandlung.

Kliniken/Stationen