Prostataerkrankungen
Die Prostata, auch als Vorsteherdrüse bezeichnet, ist eine kastaniengroße derbe Drüse unter der Harnblase, die dem Blasengrund anliegt und den Anfangsteil der männlichen Harnröhre umgibt.
Die Erkrankungen der Prostata sind sehr vielfältig. Dazu gehören:
- Prostataabszess: Darunter ist eine eitrige Einschmelzung von Prostatagewebe bei akuter Prostatitis zu verstehen, die sich beim Patienten unter anderem mit Fieber, Schmerzen, unter Umständen mit Harnverhaltung, oder einem Spontandurchbruch in der Harnblase, hinteren Harnröhre, im Rektum oder am Damm äußert.
- Prostahyperplasie: Mit diesem Begriff bezeichnet der Mediziner eine Vergrößerung der Prostata durch Zunahme von Bindegewebs- und Muskelzellen. Das Prostataadenom ist die häufigste Ursache der Blasenentleerungsstörung beim Mann.
- Prostatakarzinom: Statistisch gesehen ist das Prostatakarzinom der häufigste bösartige Tumor beim Mann, der insbesondere zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr auftritt.
- Prostatakonkremente: Prostatakonkremente sind Ablagerungen in der Prostata unterschiedlicher Herkunft. Umgangssprachlich werden sie auch als Prostatasteine bezeichnet.
- Prostataphlegmone: Sie benennen eine akute, sich ausbreitende Entzündung der Prostata mit einem starken Begleitödem. Hervorgerufen wird diese Erkrankung durch eine Infektion.
- Prostatatuberkulose: Die Prostatatuberkulose ist eine meist fortgeleitete Tuberkulose der Prostata, die in einer Genitaltuberkulose, selten auch als Prostataabszess auftritt.
- Prostatitis: Dieser Sammelbegriff umfasst sämtliche akuten oder chronischen Entzündungen der Prostata, die durch Infektion entstehen, oder selten das Übergreifen einer Entzündung der Nachbarorgane als Ursache haben.
Je nach Art und Schwere der Erkrankung erfolgt ein individuell abgestimmtes Therapieverfahren, um die Prostataerkrankung erfolgreich zu behandeln.

