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„Gehen ist Leben“ - die Fußambulanz der Klinik Kösching

Die Zuckerschule der Klinik Kösching mit der angeschlossenen Fußambulanz ist eine von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) anerkannte Einrichtung zur Behandlung des diabetischen Fußsyndroms. Hier werden Diabetespatienten bei Verletzungen am Fuß durch ein fachkompetentes Behandlungsteam betreut. Seit März ergänzt die Podologin Sabine Teutrine das interdisziplinäre Team der Fußambulanz. Ziel ist es, Patienten mit diabetischem Fuß wieder auf die Beine zu helfen.

Das diabetische Fußsyndrom ist eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus. Im Verlauf der Erkrankung bilden sich an den Füßen Geschwüre, die sich ausdehnen können, und im schlimmsten Fall sogar eine Amputation von Teilen der Füße notwendig macht. Doch mit der richtigen Vorbeugung oder frühzeitigen Behandlung lässt sich dies meist verhindern. Bei der integrierten Versorgung von Diabetespatienten in der Fußambulanz der Klinik Kösching arbeitet die Podologin Sabine Teutrine Hand in Hand mit Diabetologen, Diabetesberatern und Orthopädieschuhtechniker. Durch die intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit können die Behandlungsdauer verkürzt und schnellere Behandlungserfolge erzielt werden. Im Rahmen dieser integrierten Therapie hat die Podologin die Aufgabe, die Funktion von Haut und Nägeln am diabetischen Fuß zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen. Anamnese, Fußuntersuchung, Schuh- und Einlageninspektion, Nagelbearbeitung und Hornhautbehandlung gehören ebenso zum podologischen Tätigkeitsfeld wie Hautpflege und Beratung. Außerdem dokumentiert die Podologin den Behandlungsverlauf und erarbeitet einen fachlich fundierten Therapiebericht. Sabine Teutrine ist seit 1. März 2010 als Podologin in der Klinik Kösching tätig. Vorangegangen ist eine 2-jährige Vollzeitausbildung mit staatlicher Abschlussprüfung und Fortbildungskurse zum Podologen und Wundassistenten DDG. Der Begriff Podologie setzt sich aus dem Griechischen „pous“ für Fuß und „logos“ für Lehre zusammen und bezeichnet die Lehre vom Fuß bzw. die Heilkunde vom Fuß.

„Gehen ist Leben“ mit diesem Motto unterstreicht Sabine Teutrine die Bedeutung der Füße im Alltag und für die Lebensqualität der Patienten. Diese kann durch das diabetische Fußsyndrom erheblich eingeschränkt werden, da die Entwicklung eines diabetischen Fußes oft nicht rechtzeitig wahrgenommen wird. Erst wenn sich Geschwüre oder schwer heilende Wunden bilden, der Fuß also "symptomatisch" wird, bemerken viele Diabetiker diese Folgeerkrankung. Das Risiko für ein symptomatisches diabetisches Fußsyndrom (DFS) steigt, je länger der Diabetes mellitus besteht und je schlechter die Blutzuckerwerte langfristig eingestellt sind. Dies gilt für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker. Besonders gefährdet sind Diabetiker mit einer Nervenschädigung (Polyneuropathie) und Verengungen der Blutgefäße im Bein. Die beste Vorbeugung ist ein über Jahre gut eingestellter Blutzucker. Hier setzt die Zuckerschule der Klinik Kösching an. Die Zuckerschule bietet Schulungsprogramme für Typ 1 und Typ 2 Diabetiker sowie Schwangerschaftsdiabetes. In diesen Schulungen können sich Patienten intensiv mit ihrer Erkrankung vertraut machen und lernen mit ihrer Krankheit im Alltag richtig umzugehen. Außerdem sollte die regelmäßige podologische Behandlung eine Präventionsmaßnahme und Standard in der Behandlung eines jeden Menschen mit Diabetes sein. In Deutschland stehen für diese Behandlung 274 anerkannte Fußbehandlungseinrichtungen zu Verfügung, zu denen auch die Fußambulanz der Klinik Kösching gehört.