Leistenbruch
= Leistenhernie
Unter einem Leistenbruch versteht der Mediziner einen Eingeweidebruch mit sackartiger Ausstülpung des Bruchsackes durch die Bauchwandlücken oder die Bauchwandschwachstellen. Neben der äußeren Hernie, die das Hervortreten von Eingeweiden oder Organteilen aus der Bauchhöhle bezeichnet, gibt es auch die innere Hernie, die eine Verlagerung des Bruchinhalts ins Innere beschreibt.
Ein Leistenbruch kann angeboren sein oder bei einer Bindegewebsschwäche erworben werden. Begünstigt wird zweiteres durch eine starke Drucksteigerung innerhalb des Bauchraums (insbesonders bei Husten, Schwangerschaft, Heben schwerer Lasten).
In der Medizin lassen sich unterschiedliche Formen von Leistenbrüchen unterscheiden:
- Hernia inguinalis: häufigste, vor allem bei Männern auftretende Form der Hernie (betrifft circa 80 %)
- Merozele: erworbene Schenkelhernie (betrifft circa 10 %)
- Nabelhernie (betrifft circa 5 % aller Hernien im Erwachsenenalter)
- Bauchwandbruch
- Hernia obturatoria: vor allem bei Frauen nach dem 60. Lebensjahr auftretend, aber insgesamt recht selten
- Lendenhernie, selten
- Zwerchfellhernie, selten
Weitere Informationen zur Behandlung eines Leistenbruches erfahren Sie » hier.


