Dickdarmkrebs
= Dickdarmkarzinom
In den Industrieländern ist ein altersabhängiger Anstieg der Häufigkeit des Dickdarmkrebses zu verzeichnen. Während der Dickdarmkrebs vor dem 40. Lebensjahr sehr selten ist, nimmt die Häufigkeit mit zunehmendem Alter stark zu.
Ursachen
Man geht heute davon aus, dass die Entstehung des Dickdarmkrebses das Ergebnis eines vieljährigen Prozesses ist, wobei die bösartigen Geschwulste mehrheitlich aus Zwischenstadien, den sogenannten Polypen, entstehen.
Symptomatik
Die Symptome eines Dickdarmkarzinoms sind, wie bei fast allen bösartigen Tumoren, anfangs uncharakteristisch. Blut- oder Schleimbeimengungen im Stuhl sind immer ein ernst zu nehmendes Alarmsignal. Die Standardmethode der Früherkennung ist weiterhin der Hämoccult-Test (der Nachweis von nicht sichtbaren Blutbeimengungen im Stuhl durch chemische Reaktionen). Bei richtiger Anwendung konnte so in Studien die Sterblichkeit des Dickdarmkarzinoms um 33 % gesenkt werden. Zu empfehlen ist deshalb eine an drei aufeinanderfolgenden Tage vorgenommene Stuhlprobe.
Diagnose
Bei einem positiven Hämoccult-Test ist die komplette » Dickdarmspiegelung die Methode der Wahl. Im Rahmen der Spiegelung ist zum einen die Entnahme von Gewebeproben und damit die Sicherung der Diagnose möglich, zum anderen können Polypen, die Vorstufen eines Krebses, abgetragen und die Entstehung bösartiger Geschwulste verhindert werden. Eine Röntgenuntersuchung des Dickdarmes durch einen Einlauf mit Kontrastmittel ist als Alternative möglich, der » Endoskopie aber unterlegen, da kleinere Polypen übersehen werden und eine Gewebeentnahme oder Polypabtragung nicht möglich sind.
Therapie
Eine heilende Operation verlangt neben der Entfernung des tumortragenden Darmabschnittes auch die Entfernung der regionären Lymphabflusswege entlang der verschiedenen Gefäße. Die Operationen erfolgen meist standardisiert als Hemicolektomien (50%ige Teilentfernungen des Dickdarms) oder erweiterte Hemicolektomien (unter Mitnahme von benachbarten Organen, in die der Tumor eingewachsen ist). Je nach Tumorstadium, das sich aus der feingeweblichen Untersuchung des Darms und der Lymphknoten unter dem Mikroskop ergibt, ist eine » Chemotherapie im Anschluss an die Operation anzuraten. Beim Auftreten von Fernmetastasen, insbesondere in der Leber, ist immer zu prüfen, ob nicht durch eine zweite Operation die Tochtergeschwulst im Gesunden entfernt werden kann. In günstigen Fällen können auch Patienten nach Entfernung von 1 – 3 Fernmetastasen (Leber oder Lunge) auf Dauer geheilt werden (in ca. 1/3 der Fälle).
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Kliniken/Stationen
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