Speiseröhrenkrebs
Ursachen
Die Ursachen des Speiseröhrenkrebses sind vielfältig. Neben einer individuellen Veranlagung scheint der Nitrosamingehalt der Nahrung eine Rolle zu spielen. Statistisch gesichert ist ein Zusammenhang mit Alkohol- und Nikotinmissbrauch. Das gilt für den Krebs, der aus der eigentlichen Speiseröhrenauskleidung hervorgeht (Plattenepithelkarzinom). Zunehmend häufiger wird in der westlichen Welt das Adenokarzinom im unteren Speiseröhrendrittel beobachtet. Ursache ist ein Hochwachsen der Magenschleimhaut in die Speiseröhre infolge Refluxes von Magensaft (Barett-Karzinom).
Therapie
Die Behandlung des Speiseröhrenkrebses ist aus vielerlei Gründen schwierig. Im oberen Anteil der Speiseröhre schränkt die enge Beziehung zur Luftröhre die Möglichkeit einer radikalen Entfernung (Resektion) ein. Wegen des anatomischen Aufbaus der Speiseröhre kommt es zu einer frühzeitigen Streuung des Tumors in den Lymphbahnen über weite Strecken, so dass in den meisten Fällen nahezu die gesamte Speiseröhre mit dem Lymphabstromgebiet entfernt werden muss. Sitzt der Tumor im oberen Anteil der Speiseröhre, muss in diesen Fällen aus Radikalitätsgründen manchmal auch der Kehlkopf mit entfernt werden. Zur Wiederherstellung des Speiseweges kann der Magen, der dann zu einem Schlauch umgeformt wird, verwendet werden. Ist dies nicht möglich, z. B. weil zuvor eine Teilentfernung des Magens durchgeführt wurde, steht der Dickdarm als Ersatzorgan zur Verfügung. Bei kleineren Tumoren, die nach den Voruntersuchungen im Gesunden entfernt werden können, entscheidet der Sitz ober- oder unterhalb der Aufteilung der Luftröhre und das Vorliegen von vergrößerten Lymphknoten über die Notwendigkeit einer Eröffnung der Brusthöhle. Bei einer kleineren Geschwulst unterhalb der Aufteilung der Luftröhre gelingt es, über eine Eröffnung der Bauchhöhle und eine Spaltung des Zwerchfelles die Speiseröhre bis zum Hals zu entfernen, den Magen zu einem Schlauch umzuformen und so bis an den Hals hoch zu ziehen, ohne die Brusthöhle zu eröffnen. Bei größeren Tumoren, insbesondere oberhalb der Aufteilung der Luftröhre, ist oft eine Vorbehandlung durch Bestrahlung und Chemotherapie nötig, um eine Entfernung im Gesunden zu ermöglichen.
Die Therapieplanung stellt hohe Anforderungen an die Diagnostik und setzt ein hohes Maß an Erfahrung für die Auswertung der Ergebnisse voraus. Die Operation selbst stellt eine Herausforderung an den Chirurgen dar, der über eine große Erfahrung verfügen muss, um präoperativ nicht vorhersehbare Probleme meistern zu können. Nicht zuletzt verlangt eine so große Operation ein gut eingespieltes Team im Operationssaal und auf der Intensivstation.
Kliniken/Stationen
- Eichstätt – Medizinische Klinik I
- Kösching – Medizinische Klinik I
- Kösching – Chirurgische Klinik I
- Eichstätt – Onkologie
- Eichstätt – Chirurgische Klinik I





