Veranstaltungen

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Neue Schmerztherapie bei Rücken- und Gelenkschmerzen

Wann?

13.06.2012
19:00 Uhr

Wo?

Tagungszentrum Schloss Kösching
Krankenhausstraße 21
85092 Kösching

Referent

Prof.* Dr. med. Stefan Schneider

Radtour nach Wasserzell

Wann?

14.06.2012
17:00 Uhr

Veranstalter

Selbsthilfegruppe Bluthochdruck

Nervenschmerzen

Wann?

18.06.2012
19:00 Uhr

Wo?

Speth'scher Hof
neben der Klinik Eichstätt (2. OG)

Referent

Stephan Grunert


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Verbesserter Ablauf erhöht Behandlungsqualität

Jedes Jahr erleiden rund 35.000 Menschen in Deutschland schwere Verletzungen durch Unfälle. Eine schnelle Versorgung am Unfallort, im Rettungswagen und in der Klinik kann dann über Leben und Tod entscheiden. „Doch die Frage des Behandlungserfolges hängt nicht nur von der Entfernung oder der Qualität des einzelnen Arztes ab. Entscheidend ist vielmehr die Organisation der Abläufe", erklärt Prof. Dr. med. Gregor Voggenreiter, Chefarzt des Orthopädisch-Traumatologischen Zentrums der Kliniken im Naturpark Altmühltal. Flächendeckende Standards für die Versorgung von Unfallopfern sind daher ausschlaggebend, um die Abläufe zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, gründete die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie 2006 das Projekt Traumanetzwerk. Darin arbeiten Kliniken - u. a. auch die Klinik Eichstätt und die Klinik Kösching - in der Versorgung von schwerverletzten Patienten örtlich und überörtlich eng zusammen.

Um Teil eines Traumanetzwerkes werden zu können, muss die Klinik bestimmte Ausstattungsmerkmale erfüllen. Hierzu gehören beispielsweise ein Hubschrauberlandeplatz, ein Schockraum, ein Computertomograph, ein Notoperationssaal, eine Intensivstation sowie eine Blutbank. Zudem müssen speziell ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte rund um die Uhr verfügbar sein. Im Netzwerk arbeiten die verschiedenen Kliniken organisatorisch und fachlich zusammen, um Struktur-, Ergebnis- und Prozessqualität zu verbessern. Eine funktionierende Behandlung von Schwerverletzten muss bereits am Unfallort beginnen und reibungslos ablaufen. Daher bezieht das Traumanetzwerk auch den Rettungsdienst mit ein. Die Kliniken Eichstätt und Kösching sind Teil des Traumanetzwerkes München/Oberbayern Nord.

Die Einhaltung der geforderten strukturellen, personellen und apparativen Qualitätsmerkmale wird durch eine Zertifizierung überprüft. Die Klinik Eichstätt hat diese Zertifizierung im Dezember 2009 als eines der ersten Krankenhäuser im Traumanetzwerk München/Oberbayern Nord erfolgreich als lokales Traumazentrum durchlaufen. Die Klinik Kösching erfüllt ebenfalls die Voraussetzungen, die Zertifizierung ist jedoch erst nach Abschluss der derzeitigen Umbaumaßnahmen der Ambulanz Ende 2010 geplant.

Schulung der Mitarbeiter

Neben einer umfassenden apparativen Ausstattung ist vor allem die Qualifikation der Mitarbeiter ein wichtiges Kriterium für eine optimale Notfallversorgung. In zwei jeweils zweitägigen Schulungen wurden die Abläufe in der Notaufnahme nach dem ATLS-Konzept geübt, um für den Ernstfall perfekt vorbereitet zu sein und die Zusammenarbeit im Team weiter zu verbessern. Der ATLS®-Kurs (Advanced Trauma Life Support), der an den Kliniken im Naturpark Altmühltal durchgeführt wurde, lehrt eine standardisierte und patientenorientierte Behandlung von Unfallpatienten im Schockraum. So soll es den beteiligten Ärzten ermöglicht werden, den Zustand des Patienten schneller und genauer einzuschätzen und ihn individuell zu behandeln. Weltweit wurden mehr als 350.000 Ärzte in 21.000 Kursen in 39 Ländern nach diesem Konzept ausgebildet. An zwei Wochenenden im Juni und Juli nahmen alle Ärzte des Zentrums für Chirurgie, des Instituts für Anästhesie und Intensivmedizin sowie Pflegekräfte der Notaufnahme an einem der Kurse teil. Anhand von Vorträgen und realitätsnahen praktischen Übungen in Kleingruppen wurden die ersten Stunden nach einem Unfall simuliert. Von der ersten klinischen Untersuchung über die lebensrettenden Sofortmaßnahmen, die Stabilisierung und Diagnostik bis hin zum weiteren operativen Vorgehen konnten die Teilnehmer die Abläufe trainieren. Praxisnah wurden die Übungen vor allem durch die als Unfallopfer geschminkten Helfer. Nach der abschließenden Prüfung waren alle Teilnehmer überzeugt, das Erlernte zum Wohle der Patienten umsetzen und damit die Versorgung von Notfallpatienten weiter verbessern zu können.

Bild: Bei den ATLS®-Kursen in der Physikalischen Therapie der Klinik Eichstätt wurde das Vorgehen im Notfall nachgestellt: Hier übt der leitende Oberarzt Dr. med. Matthias Karch die Sofortmaßnahmen am Unfallort an einer geschminkten Statistin.